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Blogarchiv von Sascha Foerster

Schlagwort: 3. Ärztlicher Befund

3. Ärztlicher Befund (A) – 3.11. Entwicklung im Längsschnitt

Favicon Deutsche Nachkriegskinder rev.

Die Aktenkarte für die Entwicklung im Längsschnitt ist eine Karte, die Messwerte von verschiedenen medizinischen und psychologischen Untersuchungen zusammenträgt und damit Entwicklungsindices erstellen hilft (Bühler & Hetzer, 1972)1. Sie wurde für alle Kohorten über den gesamten Untersuchungszeitraum mit folgenden Variablen angelegt: Untersuchungsjahr •Konstitutionstyp •Entwicklungsindex AZ (nach Hetzer) •Entwicklungsindex EZ (nach Hetzer) •Längenzuwachs (cm) •Intervall zwischen Untersuchungen in Monaten •Psychologisches Gesamturteil (9 bis 12 Kategorien: Antrieb, Stimmung, Anregbarkeit, Mitschwingungsfähigkeit, Angepasstheit, Steuerung, Differenzierung, Verfestigung; teils auch Koordination, Schrift und Intelligenz) •Bemerkungen Quelle: Foerster, S. (2013). Von den „Deutschen Nachkriegskindern“ zu […]

3. Ärztlicher Befund (A) – 3.10. Eingehende freie Schilderung des Kindes

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Dies ist ein ärztlicher Bericht, der für jede Kohorte und für jedes Untersuchungsjahr eine eingehende freie Schilderung der Kinder liefert. Vorgeschlagene Maßnahmen, wie z. B. ein Kuraufenthalt, wurden aufgezeichnet und ggfs. später die Ergebnisse der Maßnahme festgehalten. Spätere Ergänzungen wurden mit verschiedenfarbigen Kugelschreibern festgehalten. Ab 1955 gab es einen neu gestalteten Bogen, die Variablen blieben jedoch die gleichen: •Akten-Nr. •Name •Vorname •Geburtsdatum •Schule •Alter (Jahr, Quartal) •Datum der Feststellung •Datum •Eingehende freie Schilderung des Kindes (Text) •Maßnahmen Quelle: Foerster, S. (2013). Von den „Deutschen Nachkriegskindern“ zu […]

3. Ärztlicher Befund (A) – 3.09. Reifemerkmale (R)

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Die Reifemerkmale wurden nur bei den Nachkriegskindern ab 1954 bis zum Ende der Untersuchungen 1962 erhoben. Neben den Standardvariablen wurden von 1954 bis 1956 einschließlich folgende Reifemerkmale erhoben: •Untersuchungsjahr •Alter im Jahr Knaben: •Penis u. Skrotum •Stimme •Bart •Achsel Mädchen: •Achsel •Pubes •Mamma •Menstruation (Datum) Die Reifemerkmale wurden mit einer dreistufigen Skala erhoben (o, noch keine Reifezeichen; 1, beginnende Reifung; 2 ausgeprägte Reifung). Ab 1957 wurde eine vierstufige Skale zur Beurteilung der Reifemerkmale genutzt und zusätzlich eine Zahnuntersuchung durchgeführt. •Alter •Zahl der Zähne Knaben: […]

3. Ärztlicher Befund (A) – 3.08. Puls- und Kreislaufreaktionsmessungen (K)

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Ab 1954 wurden erste verschiedene Kreislauftests für die Nutzung der Studie überprüft. Die Schellongsche Kreislaufprobe im Steh- und Belastungsversuch mit wiederholten Puls- und Blutdruckmessungen wurde zum Test der Wahl (Schellong, 1954)1. 1955 wurde der Schellong-Test zuerst an den Kriegskindern, ab 1956 dann jährlich bis zum Studienende an den Nachkriegskindern durchgeführt, da er erst ab dem 10. Lebensjahr eingesetzt werden konnte. Während des Schellong-Tests werden folgende Werte im Idealfall minütlich, meist aber nur 10 Mal hintereinander gemessen: Systole •Diastole •Puls Der Test begann mit einer […]

3. Ärztlicher Befund (A) – 3.07. Vegetative Stigmata und Motorik

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Ab 1956 bis 1962 wurden vegetative Stigmata und die Motorik, vermutlich nur der Nachkriegskinder, untersucht. Folgende Variablen wurden erhoben: Jahr der Messung •Vegetative Stigmen Cutis marmorata Facialisphänomen Wechsel der Gesichtsfarbe Lidflattern Dermographismus feuchte Hände Tremor respirative Arrhytmie (jeweils x = angedeutet, xx = deutlich, xxx = stark ausgeprägt) •Beschreibung (freier Text) •Sehprüfung links rechts Farbsinn •Motorik (Bedingungen: normal, Fuß vor Fuß, dto. Augen zu) Sicherheit (sicher, vorsichtig, zögernd, unsicher) Tonus (locker, entspannt, gespannt, verkrampft) Tempo (hastig, rasch, bedächtig, langsam) Schrittzahl •Balancieren auf 3m langem […]

3. Ärztlicher Befund (A) – 3.06. Photographie (Ph)

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Die standardisiert angefertigten Photographien dienten der nachträglichen Konstitutionsbeurteilung nach Kretschmar. Sie wurden über den gesamten Untersuchungszeitraum von Probanden aller Kohorten in stets gleicher Weise angefertigt. Jährlich wurden 5 bis 7 Bilder geschossen, bei dem die Probanden nur standardisierte Unterwäsche trugen und dabei aus mindestens den folgenden verschiedenen Positionen fotografiert wurden: Vorderseite, Profil rechts, Rückseite, beim Ballfangen, von Plattform springend. In manchen Fällen wurde zusätzlich ein Zivilbild, d. h. ein Bild in normaler Bekleidung angefertigt. In den Anleitungen ist vermerkt, dass Röntgenbilder angefertigt werden sollten. […]

3. Ärztlicher Befund (A) – 3.05. Messkarte Konstitution (M)

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Die Messkarte diente der Konstitutionstypenbeurteilung nach Kretschmer (Kretschmer, 1926)1 und wurde sowohl bei den Kriegskindern als auch bei den Nachkriegskindern über den gesamten Messzeitraum von 1952 bis 1962 durchgehend festgehalten. Aus den Messwerten wurden verschiedene Indices erstellt. Teils wurden Rechenoperationen durchgeführt, die es erlaubten größere Datenmengen auf den Hollerithkarten zu speichern. Auf der Messkarte wurden standardmäßig die Grundvariablen der Probanden festgehalten: •Akten-Nr. •Name •Vorname •Geburtstag •Schule •Alter (Jahr, Vierteljahr) •Datum der Feststellung Von 1952 bis 1954 (und darüber hinaus) wurden folgende Werte gemessen: •Messjahr […]

3. Ärztlicher Befund (A) – 3.04. Somatische Daten

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Die Karte „Somatische Daten“ enthält eine Vielzahl von Kategorien, in denen der gesamte Körper der Kriegskinder und Nachkriegskinder auf Krankheiten oder Funktionsstörungen untersucht wurde. Der Untersuchungsbogen wurde von 1955 bis 1962 durchgehend genutzt, bei den Kriegskindern über die Dauer ihrer Untersuchungszeit, die bei ihnen nur an vereinzelten Orten bis 1958 reicht. Für die verschiedenen Krankheiten existierten unterschiedliche Hollerith-Nummer mit denen die verschiedenen Störungen und Krankheiten codiert wurden. Im Folgenden sind alle Möglichkeiten zur Codierung aufgelistet. Für jedes untersuchte Kind wurden folgenden Variablen erhoben bzw. […]

3. Ärztlicher Befund (A) – 3.03. Erbbiologische Angaben (E)

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Das Formular für die erbbiologischen Angaben wurde nur die ersten drei Jahre, d. h. von 1952 bis 1955, ausgefüllt, danach wurde nur fallweise mit Farben ergänzt. Darin wurden vererbbare Krankheiten und Todesursachen (kleines Textfeld) der Eltern und ihrer Geschwister, der jeweiligen Großeltern und von Geschwistern des Probanden festgehalten. Wie ausführlich dieses Formular ausgefüllt wurde, ist bei jedem Proband und Untersuchungsort unterschiedlich. Quelle: Foerster, S. (2013). Von den „Deutschen Nachkriegskindern“ zu einer Längsschnittstudie der Entwicklung über die Lebensspanne. Evaluation der Methodologie einer Stichprobenreaktivierung (Diplomarbeit). Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität, Bonn, Anhang.

3. Ärztlicher Befund (A) – 3.02. Fehler und Stigmen

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Unter Fehler und Stigmen wurden chronische oder angeborene Krankheiten bzw. Veränderungen verstanden. Diese wurden, wie die Gesundheitsvorgeschichte, nur von 1952 bis 1954 einschließlich an beiden Kohorten erhoben, ggfs. später farbig ergänzt. Folgende Variablen, Tests bzw. Körperregionen waren Teil der Untersuchung: • Name • Alter • Größe • Gewicht • Untersuchungsjahr • Dysplasien •Entwicklungsvarianten •Chronische Allgemeinerkrankung •Haut und Haare •Brüche •Muskel und Bindegewebe •Skelett •Lymphsystem und Blutkrankheiten •Augen •Ohren •Nase und Mund •Gebiss •Drüsen mit inneren Sekreten •Herz und Kreislauf •Lunge •Magen und Darm •Nieren […]

3. Ärztlicher Befund (A) – 3.01. Gesundheitsvorgeschichte

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Die Gesundheitsvorgeschichte wurde an beiden Kohorten von 1952 bis 1954 einschließlich erhoben. Diese wurde im Rahmen der Besuchs der Fürsorgerinnen ausgefüllt, wobei die Eltern sich oft nur an besonders schwierige Fälle erinnern konnten. Ab 1954 wurden gesundheitliche Veränderungen in den somatischen Daten festgehalten. Zur Gesundheitsvorgeschichte gehören neben den Standardvariablen für die einzelnen Probanden folgende Angaben: • Schwangerschaft • Geburt • Reife • Stillzeit (Dauer) • Erste Zahnung (Datum) • Laufen (Datum) • Sprechen (Datum) • Bettrein (Datum) • Essen (Appetit) • Spielen • Temperament […]

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